Flüchtlinge besezten Schlossgarten in Osnabrück

Osnabrück – 10.07.2012

Lieber im Zelt als im Lager!

13:00: Flüchtlinge aus dem Abschiebelager Bramsche-

Hesepe eröffnen Protestcamp im Schlossgarten

16:00: Pressekonferenz im Protestcamp!

Seit der Inbetriebnahme des Abschiebelagers Bramsche-Hesepe im Jahr 2000, wo an die 600 Menschen untergebracht sind, gab es immer wieder Flüchtlings-Proteste für dessen Schließung. Erst letzte Woche demonstrierten 50 Personen im Lager aus Solidarität mit dem afghanischen Asylbewerber Vahid Farouz, dessen Asylantrag abgelehnt wurde und gegen die dortigen Lebensbedingungen. Um Kontakt zur Osnabrücker Bevölkerung herzustellen und zumindest zeitweilig die Isolation zu durchbrechen, haben MigrantInnen und AktivistInnen ein Protestcamp im Osnabrücker Schlossgarten eröffnet. Alle sind eingeladen sich zu informieren und die Forderungen der MigrantInnen zu diskutieren. Wer auch immer sich auf die Flucht oder Wanderung begibt hat Gründe, ob politische Verfolgung, wirtschaftliche Not, gesellschaftliche Unterdrückung o.ä. Die Verantwortung der westlichen Industriestaaten für den Zustand der Welt ist nicht zu leugnen. Globale Ungerechtigkeit muss überwunden und Würde und (Bewegungs)Freiheit für Alle Menschen muss erkämpft werden!

FORDERUNGEN an LAGERLEITUNG und POLITIK und GESELLSCHAFT:

  1. Freie Wahl der Verpflegung, eigene Kochmöglichkeiten im Lager!
  2. Ausreichende medizinische Versorgung, freie Arztwahl!
  3. Zugang der Kinder zu Kindergärten und Schulen außerhalb des Lagers!
  4. Normale soziale Sicherung statt 40 Euro Taschengeld pro Monat!
  5. Arbeitserlaubnis außerhalb des Lagers statt 1 Euro-Jobs im Lager!
  6. Bewegungsfreiheit über die Grenzen von Landkreis/Bundesland hinaus!
  7. Auflösung aller Flüchtlingslager, Wohnungen für MigrantInnen!
  8. Anerkennung von Armut, Krankheit und geschlechtlicher Unterdrückung als Asylgrund!
  9. Verwirklichung einer längst möglichen Welt, in der der alle Menschen nach ihren Fähigkeiten mitwirken und nach ihren Bedürfnissen leben können!

Rat der Flüchtlinge im Abschiebelager Bramsche-Hesepe

fluechtlingebramsche@yahoo.de

No Lager! Antirassistische Gruppe aus Osnabrück

nolagerosnabrueck@yahoo.de

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Solidaritätserklärung von grenzfrei Münster

Solidaritätserklärung mit Vahid Firouz und allen
Opfern von institutionellem Rassismus

Am 24. Juni 2012 beging Vahid Firouz im Lager Bramsche-Hesepe
einen Selbstmordversuch. Er lebt seit zehn Monaten in diesem Lager, sein Asylgesuch wurde bereits zwei Mal abgelehnt.

Das Lager Bramsche-Hesepe besteht seit dem Jahr 2000. Seither gibt es immer wieder Proteste gegen die Unterbringung im Lager, gegen das schlechte Essen, die mangelnde medizinische Versorgung, die Isolation, etc. Ein menschenwürdiges Leben ist unter diesen Bedingungen der Unterdrückung und Fremdbestimmung nicht möglich. Das treibt Menschen in die Verzweiflung. Lager sind Ausdruck politisch gewollter Ausgrenzung und Unterdrückung von Flüchtlingen. Lager machen krank!

Wir, von der Gruppe grenzfrei Münster, erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit Vahid Firouz und allen Opfern von institutionellem Rassismus, sowie ihren Protesten. Der Selbstmordversuch von Vahid Firouz zeigt einmal mehr, dass die menschenverachtende Asyl- und Grenzpolitik Deutschlands und der EU Menschenleben zerstört – darüber sind wir bestürzt und wütend!

Das Lager muss weg, jetzt sofort!
Euer Kampf ist unser Kampf!

No border, no nation!
Bewegungsfreiheit für alle!

http://www.grenzfrei.org/

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Aktueller Pressespiegel zur Demo

Videos:
NDR: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/fluechtlingslager101.html

Artikel:
Neue Osnabrück Zeitung: http://www.noz.de/lokales/65211348/asylbewerber-protestieren-in-der-landesaufnahmestelle-in-bramsche-hesepe

OS-Radio: http://www.osradio.de/regional/2012/07/03/erneut-proteste-in-der-landesaufnahmebehorde-bramsche-hesepe/

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Demonstration und Pressekonferenz im Lager Hesepe heute, am 3. Juli 2012

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Dienstag, den 3. Juli 2012: Pressemitteilung am Lager Hesepe

Suizidversuch in der Landesaufnahmebehörde Bramsche– BewohnerInnen kündigen neue Proteste an

Am letzten Sonntag, den 24. Juni 2012, versuchte der 24jährige afghanische Flüchtling VahidFirouz sich in der Landesaufnahmebehörde Bramsche-Hespe das Leben zu nehmen. Seitdem befindet er sich im Ameos-Klinikum, Knollstraße 31, in Osnabrück. Nachdem es bereits am Dienstag, den 26. Juni, zu spontanen Protesten im Flüchtlingslager gekommen war, kündigen die BewohnerInnen des Lagers für kommenden Dienstag, den 3.Juli 2012, ab 11 Uhr eine weitere Kundgebung bei der Landesaufnahmebehörde an, wo auch Freunde von Herrn Firouz über die unerträglichen Lebensumstände in der Einrichtungsprechen wollen. VertreterInnen der medialen Öffentlichkeit sind herzlich zur Kundgebung und zu einem anschließenden Pressegespräch eingeladen.

Hier die ganze Pressemitteilung als pdf-Datei.

 

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taz-Artikel: EU-Visafreiheit für Türken

Freizügigkeit her, Flüchtlinge raus

Der EU-Ministerrat gibt grünes Licht für Verhandlungen über visafreie Reisen von Türken in die EU. Die Türkei verpflichtet sich, bei der Flüchtlingsbekämpfung zu helfen.

hier mehr…

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No Border Camp 2012 in Köln/Düsseldorf

Am 13. – 22.7.2012 findet das antirassistische NoBorder Camp statt. Weitere Infos: hier…

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ALLE BLEIBEN! Roma im Kosovo und Serbien – Unwillkommen und abgedrängt an den Rand der Gesellschaft

Roma im Kosovo und Serbien – Unwillkommen und abgedrängt an den Rand der Gesellschaft

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Selbstmordversuch im Lager Hesepe

Am Sonntag, den 24. Juni 2012, versuchte der 24jährige afghanische Flüchtling Vahid Firouz sich in dem Füchtlingslager Bramsche-Hespe das Leben zu nehmen. Seitdem befindet er sich im Ameos-Klinikum, Knollstraße 31, in Osnabrück. Aus diesem Anlass und gegen die Isolation und die Diskriminierung des Lagers gab es mehere Demonstrationen im Lager. Weitere Infos folgen..

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26.06. Vortag über Migrationspolitik in Osnabrück

Vortrag und Diskussion mit
Fabian Georgi (reflect!/Institut für
Sozialforschung, Frankfurt am Main)

Osnabrück: Dienstag, 26. Juni 2012, 18:30 Uhr
Universität, Seminarstr. 20 (EW-Gebäude)
Raum 15/131

Zur Kritik der Migrationspolitik – Noborder und Kritische Theorie

Seit Jahrzehnten verschärfen die Industriestaaten des Globalen Nordens
ihre Migrationskontrollen. Tausende von Toten fordert ihr unerklärter
Krieg gegen Flüchtlinge und Wanderarbeiter_innen Jahr für
Jahr. Obgleich es ihnen nicht gelingt, die subalterne Mobilität zu stoppen,
illegalisieren und entrechten sie Millionen. Sie überziehen die
Erde mit Visaregimen, Abschiebeknästen und biometrischen Kontrollen
und sie träumen davon, menschliche Mobilität zu ,managen‘.
Scheinbar konsequenzlos nehmen sie die tödlichen Folgen in Kauf.
Der gedankenlose Eifer mit dem sie dies tun, irritiert und verstört.
Seit Jahrzehnten kritisieren nicht nur linksliberale NGOs und Wissenschaftler_
innen diese Politik im Namen von Flüchtlingsschutz und Menschenrechten.
Dabei affirmieren sie Migrationskontrollen als grundsätzlich
legitim. Sie fordern, die Kontrollen mit Geist und Buchstaben
der Menschenrechte in Übereinstimmung zu bringen. Doch ihre „sentimental
humanitäre Sprache“, so formulierte schon Hannah Arendt polemisch,
unterscheidet „sich oft nur um ein geringes von den Broschüren
der Tierschutzvereine“. Migrantische Basisorganisationen und antirassistische
Gruppen kritisieren radikaler. Sie fordern „Papiere für
Alle“ und „No Border! No Nation!“. Im Gegensatz zur Forderung nach
„Flüchtlingsschutz“ stellen sie Migrationskontrollen grundlegend in
Frage. Ihr Ziel ist die Abschaffung nationalstaatlicher Grenzen, globale
Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle überall.
Was diese Forderungen genau bedeuten, ist innerhalb der antirassistischen
Bewegung umstritten – und oft wohl auch unklar. Wie kann man
sich eine „Welt ohne Grenzen“ vorstellen? Wie begründet man dieses
Ziel gegen die unweigerliche Ablehnung? In welchem Verhältnis steht
der linksliberale Appell an Menschen- und Flüchtlingsrechte zur NoBorder-
Kritik? Wie hängen Migrationskontrollen und Kapitalismus zusammen
und wie somit die Kämpfe gegen sie? Der Vortrag nimmt die Kritische
Theorie der Frankfurter Schule zum Ausgangspunkt, um sich Antworten
auf diese Fragen zu nähern.
Zudem wird es Informationen zum Noborder-Camp in Köln/ Düsseldorf
geben (13.-22. Juli 2012).

Gleiche Veranstaltung in Münster am
Mi. 27. Juni 2012, 19:30 Uhr
Paul-Gerhardt-Haus (Eisenbahnstr./Friedrichstr. 10)

Veranstalter_innen: NoLager Osnabrück/ Studentische Initiative
Begegnungsgruppe LAB Bramsche-Hesepe; Gruppe grenzfrei, Münster

Flyer – Download

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